Maximale Entäuschung

Schiedsrichter: Lukas KochLinienrichter: Luca Marx, David-Markus Koj
Zuschauer: 350
Spielbericht vom 27. Februar 2025
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Wieder eine U23 Mannschaft, wieder gut gespielt, wieder knapp verloren: Mit einem Déjà-vu – Erlebnis zum Spiel gegen die U23 des 1. FC Köln am vergangenen Samstag, unterliegt der SC Wiedenbrück heute dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach ebenfalls mit 0:1.
Es tat den beinahe 400 Zuschauern im Herzen weh, als unsere Mannschaft nach dem Abpfiff ausgelaugt und enttäuscht vom Spielfeld schlich. Denn über 90 Minuten hatten unsere Jungs gegen den Tabellenzweiten eine richtig gute Leistung abgegeben, alle Tugenden für den Klassenerhalt auf den Platz gebracht und, so gut wie keine Torchancen zugelassen.
Dass am Ende nichts zählbares im Punktkörbchen lag, hatte seine Gründe zum einen in der kalten Effizienz der jungen Borussia und zum anderen in der bärenstarken Qualität der Nachwuchsprofis.
Beeindruckend wie sich unsere Gäste speziell in der Anfangsphase immer wieder aus den Wiedenbrücker Pressingaktivitäten befreiten und anschließend zielstrebig und in Teilen schwindelerregend schnell bis in den Wiedenbrücker Strafraum kombinierten.
Gleich einen der ersten dieser Angriffe schloss Kushtrim Asallari nach einen schnellen Angriff über die linke Seite mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck ab (17.). Ärgerlich: Dem Treffer ging ein klares Foulspiel an Timo Spennesberger voraus, als ein Gladbacher Abwehrspieler gefühlt minutenlange auf „Spennes“ Sprunggelenk stand, Schiedsrichter Lukas Koch die Szene aber nicht ahndete und im direkten Anschluss das 0:1 fiel.
Nicht minder bitter: Zeitgleich musste Sascha Mölders Abwehrchef Tim Geller mit einer Knieverletzung vom Feld nehmen. Für ihn kam Imran Ali in die Partie.
Richtig gut: Von den beiden Rückschlägen ließ sich unsere Elf nicht lange aufhalten. Einzig eine Torchance des auffälligen Winsley Boteli Mokango (Marcel Hölscher pflückt ihm den Ball vom Fuß) sprang für die Borussia noch heraus (20.).
Direkt im Anschluss machte sich unsere Elf auf, um den Rückstand aufzuholen und das Spiel zu drehen. Angetrieben von einem bärenstarken Timo Spennesberger erhöhte sie minutiös den Druck und hatte durch einen Schuss von Davud Tuma (Neutgens boxt den Ball aus dem Eck) nach 24 Minuten die große Chance auf den frühzeitigen Ausgleich.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich eine Schrecksekunde, als Marcel Hölscher einen Kopfball von Winsley Boteli Mokango mit einem außerirdischen Reflex aus dem Winkel fischte (50.).
In der Folge übernahm der SC Wiedenbrück dann aber die Gangschaltung des Spiels und erspielte sich im Verlauf eine Vielzahl guter und auch einige 100%ige Torchancen. Die erste besaß Luca Kerkemeyer, der nach zauberhaftem Pass von Davud Tuma frei vor Neutgens die Kugel nur knapp verpasste (69.). Kurz danach stürmte plötzlich Iskender Aslan frei auf Gladbachs Fänger zu, scheiterte mit einem wuchtigen Vollspannschuss aber ebenfalls am Torhüter der Fohlen (80.).
Die letzte Chance zum Ausgleich verpasste Sekunden vor dem Abpfiff dann Niklas Szeleschus, als er quasi auf der Torlinie eine Hereingabe von Davud Tuma um einen Wimpernschlag verpasste und dann selbst anstatt des Balles im Tor lag.
„Klar machen wir ein gutes Spiel, haben alle Tugenden gezeigt, die wir gefordert haben. Aber es nervt einfach, dass wir am Ende keine Punkte holen. Denn das ist letztlich das was im Abstiegskampf zählt“, war Sascha Mölders zwar mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden, aber so gar nicht mit der Punkteausbeute.
Am kommenden Samstag steht nun extrem wichtiges Spiel auf dem Plan: Ab 14 Uhr läuft unsere Mannschaft dann im Stadion am Zoo gegen den Wuppertaler SV auf und hat dann die Möglichkeit einem direkten Mitbewerber um den Klassenerhalt aber mal so richtig nah auf den Pelz zur rücken!